Kirche, Molmerswende
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◀︎ Kirche, Molmerswende ▶︎

Sanierung

Bauherr: Ev. Kirchspiel Königerode
Gesamtkosten: bisher € 0,71 Mio
Ausführung: 2004 - 2017, fortlaufend in Bauabschnitten

Leistungsphasen 1 bis 8 gemäß HOAI §33, Fördermittelbeantragung und -verwaltung

 

Traurige Kirchturm-Geschichte mit Happy End

In Molmerswende, einem kleinen Dorf im Mansfelder Land, steht eine kleine Fachwerkkirche. Sie bildet gemeinsam mit dem benachbarten ehemaligen Pfarrhaus ein idyllisches Gebäudeensemble mit einer parkähnlich gestalteten Gartenfläche, die für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Das heute als Museum genutzte Pfarrhaus ist das Geburtshaus von Gottfried-August Bürger - dem deutschen Dichter aus der Sturm- und Drangzeit. Sein wohl bekanntestes Werk sind die "Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen".

Eigentlich plante die Kirchengemeinde im Jahr 2003 "nur" den Ausbau der Kirche Molmerswende zum Gemeindezentrum für das Kirchspiel Königerode, dessen Teil die Kirchengemeinde ist. Doch dann kam alles anders.
Bei Voruntersuchungen am Kirchturm wurden gravierende Schäden festgestellt. Das aus Natursteinmauerwerk bestehende, ca. 6 m hohe Sockelgeschoss wies besorgniserregende Risse auf. Es folgten Materialanalysen und Holzschutzuntersuchungen an den Fachwerkobergeschossen und dem Turmhelm. Bei der Erarbeitung der Sanierungsvarianten musste zwischen Erhaltungsmaßnahmen und finanzieller Machbarkeit entschieden werden. Schließlich verblieb als ernüchterndes Ergebnis: Der Turm ist einsturzgefährdet und muss abgebrochen werden.

2009 folgte der Abbruch. Was zu diesem Zeitpunkt niemand für möglich hielt, wurde bereits 2013 Wirklichkeit - der Wiederaufbau des Turmes begann und konnte im Sommer 2015 mit der Inbetriebnahme der Turmuhr und der Glocken abgeschlossen werden.

Als Kompromiss zwischen dem Wunsch nach der alten Kirchturmsilhouette und einem möglichst kostengünstigem Bau entstand der neue Kirchturm.
Die Turmhalle wurde in Anlehnung und moderner Interpretation des vorherigen Natursteingeschosses als Stahlbetonkonstruktion mit Sichtbetonoberfläche errichtet. Die beiden Obergeschosse wurden mit Kalksandsteinmauerwerk errichtet. Der Turmhelm wurde in traditioneller Zimmermannskunst als Welsche Haube neu gebaut. Die Dachlaterne ist der einzige Teil, der aus der Vorgängerkonstruktion erhalten werden konnte. Künftig soll das Erdgeschoss ausgebaut und als Gemeinderaum genutzt werden. Am Kirchenschiff stehen noch die Sanierungen der Ost- und Südseiten sowie die Wiederherrichtung des Innenraums aus.