Kloster Drübeck
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◀︎ Evangelisches Zentrum Kloster Drübeck - Umbau der 'Alten Mühle' zum Empfang ▶︎

Wettbewerbsbeitrag

Auslober: Kuratorium der Stiftung Kloster Drübeck

 

Erläuterungen zum Entwurf

Ankunft und Wegeführung

Die Herausforderung zur Umsetzung der Wettbewerbsaufgabe besteht zuerst in der Wegeführung und intuitiven Lenkung des Besucherstroms.

Aus Respekt vor dem historischen Bestand an Natursteinmauern und Wegefassungen sollten hier nur dezente Eingriffe erfolgen. Der vorhandene Mauerdurchgang zum Rosengarten sollte genutzt werden. Die Besucherlenkung sollte durch sich wiederholende Elemente aus Cortenstahl erfolgen, die durch leichte Auskragungen über die Mauerstärke hinaus bereits von weiterer Entfernung dezent sichtbar sind.

Gebäude

Grundgedanke der Entwurfsverfasser ist, die Schaffung einer sehr klare Wegeführung mit frühzeitiger Blickbeziehung zum Empfangszentrum. Die Stärke des Entwurfs besteht in der konsequenten Achsausrichtung. Vom Nussgang aus wird der Besucher in den Rosengarten lenkt. Von diesem Zugang bis hin zum oberen Ein- und Ausgang am Platz vor den Scheunen wurde eine Achse gelegt, an der sowohl die Zuwegung als auch der aus Gründen des erforderlichen Platzbedarfs notwendige Neubau orientiert wurde. Die Achse führt zwischen den beiden schützenswerten Eiben durch die Natursteinmauer zur Alten Mühle.

Für das gewünschte Raumprogramm sind die zur Verfügung stehenden Flächen des bestehenden Gebäudes sehr beengt. Den Entwurfsverfassern ist es jedoch wichtig, dass sich die
Qualität des Ortes auch und insbesondere im Empfangsgebäude darstellt. Mit der ersten Begegnung soll der Gast in die besondere Atmosphäre des Klosters aufgenommen werden.
Aus diesem Grund wird das Flächenangebot durch einen schmalen Neubau erweitert. Seine Ausrichtung erfolgt entlang der neuen Wegachse. Röhrenartig durchdringt er das Erdgeschoss der Alten Mühle und schafft so eine Sicht- und Wegbeziehung zum Klosterinneren.

Im Respektabstand zum Brauhaus wird die Längsseite weitestgehend geschlossen gehalten. Lediglich im vorderen Bereich der Rezeption wird ein schlitzartiger Durchblick zum Äbtissinnenhaus gewährt.

Der neue Baukörper schiebt sich in Höhe des Erdgeschosses durch das bestehende Fachwerkgebäude. Auf der Gartenseite schwebt er über dem Gelände und soll auf wenigen Einzelstützen gegründet werden. Das Außengelände einschließlich des Nussbaums bleibt somit weitestgehend unangetastet.

Um die klaren Gebäudestrukturen noch stärker zur Geltung zu bringen, wird der Anbau auf der Südseite der Alten Mühle (derzeitiger Eingangsvorbau) abgebrochen. Die Alte Mühle wird auf ihren ursprünglichen, rechteckigen Grundriss reduziert.
Der Neubau ist als Betonbau mit einer Ummantelung aus Cortenstahl und an den "Röhrenenden" mit eingezogenen und vom Baukörper umrahmten Verglasungen vorgesehen.

Auswertung

Es gab keinen Topfavoriten - jedoch wurden drei 2. Plätze vergeben, zu welchem unser Entwurf zählt.